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So geht katholisch

So geht katholisch
So geht katholisch
© Michael Benecke

Ausstellung "so geht katholisch"

In einer katholischen Kirche haben die Ausstattungsgegenstände eine klar definierte Bedeutung im Ritus des Glaubensvollzugs in Gebet und Gottesdienst. Der gläubige Mensch verhält sich in den Handlungen auf eine im Ritus festgelegte Weise. Die Kenntnis über Form und Bedeutung dieser Riten hat stark nachgelassen, auch in kirchennahen Kreisen.
Die Ausstellung zeigt und erläutert grundlegende auf den Ritus ausgerichtete Verhaltensformen am Ort des Geschehens. 

„so geht katholisch“ ist ein Kirchenführer der besonderen Art: Lebensgroße beleuchtete Silhouetten aus Plexiglas erklären Orte, Symbole und Rituale in einem katholischen Kirchenraum. Warum knien Katholiken? Wie geht das mit dem Weihwasser und dem Kreuzzeichen? Warum brennt in katholischen Kirchen eine rote Lampe? Auf diese und viele andere Fragen gibt „so geht katholisch“ Antworten.
Die Ausstellung will dazu beitragen, sich zurecht zu finden und zu verstehen. Sie beschreitet als Installation im Kirchenraum einen neuen Weg. Ihre Elemente tragen dem sakralen Charakter des Raumes Rechnung, indem sie das Raumgefüge nicht stören, den Raumcharakter nicht beeinträchtigen. „so geht katholisch“ ist ein Kirchen- und Glaubensführer, aber kein „Kirchenknigge“. Die Ausstellung lädt ein und macht neugierig, sich der Kirche als „Haus Gottes“ zu nähern und sie als solches zu erfahren. Sie drängt sich nicht, zwingt keinem Besucher einen Weg oder Rhythmus auf und setzt doch deutliche Markierungspunkte. 

Die Stelen

Acht transparente und dezent beleuchtete Tafeln, auf denen jeweils die Silhouette einer Person in einer rituellen Körperhaltung zu sehen und ein erläuternder Text zu lesen ist, weisen einen Weg durch die Kirche und halten Informationen bereit. Die Themen sind: Weihwasser - Gebet - Opferkerze - Evangelium - Taufe - Beichte - Ewiges Licht - Kommunion.
Die Gestaltungsidee besteht in der Verwendung figurativer und transparenter Elemente. Durch die Transparenz integrieren sich die Elemente dezent und ästhetisch in den Raum. Für den Rundgang ist keine besondere „Reihenfolge“ vorgesehen.

Das Begleitmaterial

Die Texte auf den Stelen und im Begleitmaterial werden eingesetzt, um das Thema einzuordnen und zu erklären. Sie sind jedoch knapp formuliert, um das Rezipieren auch im Vorübergehen zuzulassen. Silhouette und Kurztext werden durch gedrucktes Papier ergänzt. Für jede Station – d. h. jedes Ausstellungselement – ist ein separater Text verfügbar. Die Texte zu allen Stationen werden dem Besucher zusätzlich in einer Mappe angeboten. Damit erhält er einen Gesamtüberblick über die Ausstellung und über katholische Riten und Symbole. 

Zur Technik

Die Silhouette aus Plexiglas wird durch einen metallenen Winkel gestützt, an dessen Unterseite ein rechteckiger Fuß zur Stabilisierung befestigt ist. Dieser Fuß ist flexibel höhenverstellbar, um auf den teilweise sehr alten und unebenen Böden in einem Kirchenraum sicher zum Stehen zu kommen. Die Silhouetten und die Texte auf den Elementen werden mit blauen LED’s beleuchtet. Das sanfte blaue Licht verstärkt den hochwertigen Charakter der Objekte und bewirkt ein wirkungsvolles, aber dezentes Leuchten, weit weniger grell als ein herkömmliches weißes Licht. Eine weitere technische Besonderheit liegt in der Verwendung von Akkus zur Stromversorgung der LED’s, die eine mehr als zwölfstündige Leistung liefern. Dadurch entfallen Verkabelungen, die besonders in älteren Kirchengebäuden mit mangelhafter Stromversorgung schwierig zu bewerkstelligen wäre. Zudem müssten Kabel sicher verlegt werden. Die Akkus können zum Aufladen leicht aus der Rahmenkonstruktion entnommen und wieder aufgeladen werden. Konkret müssen die Akkus von der Einrichtung am Tagesende ausgebaut und aufgeladen, am nächsten Tag dann wieder eingebaut werden. Für Ausbau- und Einbau der Akkus sollte man täglich eine halbe Stunde einkalkulieren.

Zum Verleih

„so geht katholisch“ steht als Wanderausstellung grundsätzlich allen Pfarrgemeinden und katholischen Einrichtungen im Bistum Limburg auf Antrag zur Verfügung.  
Damit ein breites Publikum erreicht werden kann, sollte die Ausstellungsdauer mit etwa vier Wochen angesetzt werden. Der genaue Zeitraum wird in Absprache vereinbart.

Der Auf- und Abbau
Den Auf- und Abbau der Ausstellung übernimmt grundsätzlich die von der Katholischen Erwachsenenbildung benannten Agentur Michael Benecke. 

Die Betreuung 
Wenn die Ausstellung installiert wurde, bedarf es keiner ständigen Begleitung. Die Pfarrgemeinde oder kirchliche Einrichtung muss aber sicherstellen, dass die Akkus geladen werden und immer genug Informationsmaterial bereitgehalten wird. 

Die Gebühren und Haftung
Die Ausstellung ist für die Pfarreien im Bistum Limburg gebührenfrei - lediglich für den Transport und Aufbau entsteht eine pauschale Kostenbeteiligung. Auskunft darüber gibt die Katholische Erwachsenenbildung Bistum Limburg. Für etwaige Schäden haftet die ausstellende Pfarrgemeinde bzw. kirchliche Einrichtung.

Flyer zum Herunterladen
Michael Benecke
Verwalter der Ausstellung
Eppenroder Straße 1056412Nentershausen