Ethik 2.0: Das Ende der Krankheit – Gesund um jeden Preis?

Joachim Müller-Jung, Autor des gleichnamigen Buchs und Ressortleiter bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) im Gespräch mit Meinhard Schmidt-Degenhard; Fotos: Eugen Wehner

FRANKFURT. Zu dieser Frage waren Joachim Müller-Jung, Autor des gleichnamigen Buchs und Ressortleiter bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und Meinhard Schmidt-Degenhard im katholischen Gemeindezentrum in Neu-Anspach ins Gespräch vertieft.

Den rund 80 Teilnehmern standen Augen und Ohren offen vor Staunen über die Fortschritte der Medizin in Verbindung mit den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung. Mit unglaublicher „Wucht“ rollen neue Errungenschaften auf uns zu, so der Autor. Transplantation von Organen, entwickelt aus eigenen Stammzellen scheinen im Bereich des Möglichen. Das Ausmerzen von Erbschäden steht genauso auf dem Plan wie die Optimierung der Intelligenz und körperlicher Fähigkeiten. Wird sich die Menschheit in Zukunft aufteilen in Superoptimierte, deren reiche Eltern sich das leisten konnten und in die normal Gezeugten, die dann für´s Grobe zuständig sind?

Da stellt sich die Frage – in welcher Welt wollen und werden wir leben? Was dürfen wir, was wird schwerwiegende Folgen haben. Welche Rolle spielen überhaupt ethische Erwägungen noch?

Informieren und mitdiskutieren – das war denn auch der Auftrag der beiden Gesprächspartner ans Publikum! (bw)

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